Mehr als 500 Schüler ziehen in die HandWerkStatt ein


Gruppenbild Handwerkstatt
18. September 2018 | Agentur für Arbeit und Handwerkskammer Münster unterstützen Jugendliche bei der Berufsfindung
Fünf Tage lang ist Haus Kump der Handwerkskammer Münster ganz in der Hand von Mädchen und Jungen, die schrauben, konstruieren, nähen, malern, verkabeln oder Reifen wechseln. Die Aufgabe lautet: „Finde heraus, welche Talente in dir stecken!“ Dazu werden auf Haus Kump berufsbezogene Stationen aufgebaut. Veranstaltet wird die „HandWerkStatt“ von der Handwerkskammer Münster und der Kreishandwerkerschaft Münster. Weitere Partner wie die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und das zdi Zentrum m3 Münster unterstützen das Angebot ebenfalls. Sie möchten den Jugendlichen ermöglichen, unterschiedliche Berufsfelder in der Praxis zu erleben.
 
Mehr als 500 Jugendliche aus Münster sind noch bis zum 21. September zu Gast. Sie dürfen ausprobieren, tüfteln und ganz praktisch herausfinden, welche Talente in ihnen stecken und wie sie ihre Kompetenzen für ihre Berufswahl nutzen können. „Wir möchten Jungen und Mädchen Gelegenheit geben, ganz unterschiedliche Berufs- und Tätigkeitsfelder zu entdecken“, erläutert Carsten Haack, Abteilungsleiter bei der Handwerkskammer Münster die Idee. „Und wir möchten Jugendlichen möglichst früh erste praktische Schritte zur Berufsorientierung anbieten. Denn Berufswahl ist ein Prozess, der gut vorbereitet sein sollte und in der Regel eine Weile dauert“, so Haack. Eingeladen sind daher Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen aus verschiedenen Schulformen. Die HandWerkStatt ergänzt die vielfältigen Berufsorientierungsangebote der Organisatoren: „Vor einem Schülerpraktikum müssen die Jugendlichen bereits eine Entscheidung getroffen haben, welchen Beruf und welche Branche sie näher kennenlernen möchten. Hier in der HandWerkStatt können sie vielfältige Arbeiten ausprobieren, experimentieren und unterschiedliche Erfahrungen machen“, berichtet Haack.
 
Hendrik Schade, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Münster, freut sich über den großen Zuspruch der Jugendlichen im Handwerkskammer Bildungszentrum: „Viele Jugendliche erleben heutzutage handwerkliche Tätigkeiten nicht mehr unmittelbar. Sie wissen oft gar nicht, welche Fähigkeiten in ihnen stecken und wie viel Spaß es macht, etwas mit den eigenen Händen fertig zu stellen. Diese Freude am handwerklichen Arbeiten möchten wir gerne hervorlocken. Dazu ist die HandWerkStatt eine tolle Idee“.

Die Erklärungen an den Stationen werden von Mitarbeitern der Handwerkskammer, aber auch von Auszubildenden ober Mitarbeitern von Münsteraner Betrieben gegeben. „Wir hoffen, dass in den kommenden Jahren noch weitere Betriebe mitmachen, denn schneller können sie kaum mit Jugendlichen in Kontakt kommen, um sie für ein Praktikum oder sogar eine Ausbildung zu interessieren“, betonen Schade und Haack.

Flankiert wird die Veranstaltung von einem Elternabend der in der vergangenen Woche stattfand. Etwa 40 Eltern nutzten die Gelegenheit, selbst einige Stationen auszuprobieren. Außerdem wurden verschiedene Beratungsangebote im Rahmen der Berufsorientierung vorgestellt. Auf die Frage, was die Organisatoren erwarten, sagt Haack: „Wir freuen uns auf eine spannende, interessante Woche. In den letzten Jahren haben viele Jugendliche uns gesagt, dass sie neue Fähigkeiten an sich entdeckt haben und über den einen oder anderen Beruf ganz neu nachdenken. Wenn uns das wieder gelingt und die beteiligten Betriebe Kontakte herstellen können, sind wir sehr zufrieden“.
 
Bildunterzeile: (v.l.n.r.) Carsten Haack (Abt. Leiter Nachwuchssicherung der HWK Münster), Dr. Inga Zeisberg (Leiterin Gesch.Stelle ZDI), Melanie Lohmann (Abt.Leiterin Kreishandwerkerschaft Münster), Christian König (stellv. Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster) mit drei Schülern / Schülerinnen der Erich-Klausener-Realschule.

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Pressemitteilung 45/2018